Andersdenken durch das Internet
Denke ich eigentlich anders als meine Eltern oder Großeltern in meinem Alter? Wahrscheinlich ja, denn ich habe andere Dinge erlebt und bin in anderen Umständen groß geworden. Und vor allen Dingen kann ich mich nur noch sehr sehr undeutlich an eine Zeit ohne Handy oder Computer, geschweige denn Internet erinnern. Die Frage, ob gerade das Internet unser aller Denken verändert, hat der amerikanische Literaturagent John Brockman als die Frage des Jahres 2010 veröffentlicht. 131 Autoren, einflussreiche Wissenschaftler, Autoren und Künstler, haben ihre Antworten dazu unter Frage auf Edge.com veröffentlicht. Wie verändern Internet und vernetzte Computer die Art, wie wir denken? – FAZ.net hat dazu eine Zusammenfassung auf deutsch geliefert. Auf sueddeutsche.de gibt es zudem ein Beispiel, wie der Mathematiker Nassim Taleb mit der Digitalisierung unserer Welt umgeht: Er hat sich bis zu diesem Sommer “offline” gemeldet und berichtet, dass es ihm nun viel besser gehe.
Natürlich denken wir anders durch das Internet. Sehe, höhre oder lese ich etwas Unbekanntes, denke ich sofort, mit welchen Worten ich dies ergooglen kann. WLAN gehört für mich in eine Wohnung wie eine Couche und wenn ich an einen neuen Ort fahre, schaue ich auf eine Karte am PC statt auf Papier. Andererseits, Urlaub zu haben heißt für mich: Kein PC, kein Internet und auch kein Handy. Gerade weil vieles so schnell geht, Informationen zu bekommen meist keine Frage der Zeit sondern auf die Wahl richtiger Klicks und Suchergebnisse ankommt, hilft das Ausmachen und Weglegen von Geräten irgendwie, das eigene Leben mehr genießen zu können. Das Internet ist eine wunderbare Sache und ich möchte es nicht missen. Und klar denken wir anders! Aber es kommt halt alles auf die richtige Mischung an.
Nicole am Januar 24th 2010 in Allgemein
